WireStyle im Interview

André Gall, der Geschäftsführer und Gründer von WireStyle im Gespräch zu den Ursprüngen und den Details unserer Fadenbilder.

Wer bist du?

Mein Name ist André und ich bin Geschäftsführer der WireStyle GmbH. Wir sind etwa zehn Mitarbeiter in einem Startup in Karlsruhe – dort produzieren wir die Bilder und arbeiten an weiteren Produktverbesserungen. Ich selbst habe Physik in Karlsruhe studiert.

Wie kam es zu WireStyle?

2018 sind wir auf Kunstwerke mit Fäden gestoßen und waren fasziniert! Die meisten Fadenbilder die man im Internet sieht sind von Künstlern handgemacht und daher extrem teuer und haben sehr lange Lieferzeiten. Außerdem weiß man vorher nicht, wie das Ergebnis später aussehen wird.

Wir fragten uns daher, wie man ein solches Kunstwerk mithilfe von Robotern noch besser und schneller herstellen könnte. So wurde der erste Prototyp des WireStyle Nagel- und Fadenroboters geboren.

Wie seid ihr bekannt geworden?

Am Anfang haben vor allem unsere Kunden Mund-zu-Mund-Propaganda betrieben, d.h. die meisten Bilder wurden bestellt von Leuten, die unsere Fadenbilder bei Freunden an der Wand gesehen haben. Im April 2022 sind wir außerdem in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ aufgetreten, wodurch auch wieder viele Leute auf uns aufmerksam geworden sind.

Was macht ein Fadenbild so besonders?

Normale, klassische Bilder werden mit Farbe gedruckt. Bei einem Fadenbild ist lediglich ein einziger, langer Faden im Spiel! Lustigerweise bleiben alle Betrachter, die zum ersten Mal ein Fadenbild sehen, davor stehen und suchen den Fadenanfang oder die versteckte Farbe. „Wie geht sowas denn? Wo hast du das her?“ hört man dann häufig. Was völlig verständlich ist – per Hand könnte man z.B. Details wie Gesichter mit einem Faden kaum so akkurat abbilden, wie wir es tun.

Wie werden diese Bilder hergestellt?

Um den genauen Pfad des Fadens zu bestimmen, werden komplexe Computeralgorithmen verwendet, die wir speziell für WireStyle entwickelt haben. Somit wird das gewünschte Bild besser durch einen Faden abgebildet, als man es per Hand jemals umsetzen könnte. In dunklen Bereichen wird der schwarze Faden sehr häufig verlegt und die Nagelpositionen werden für jedes Bild individuell so gelegt, dass Kontrastkanten optimal abgebildet werden.

Die dazu notwendigen Roboter haben wir auch komplett selbst entwickelt, da man so etwas nirgends fertig kaufen kann. Die Roboter stehen jetzt in unserer kleinen Produktionshalle in Karlsruhe, von wo aus wir die Bilder auch direkt versenden.

Wie viele Nägel und wieviel Meter Faden stecken in einem Bild?

Bei jedem Fadenbild vermerken wir auf der Rückseite die genaue Fadenlänge und die Anzahl der Nägel. Das variiert bei jedem Bild, da es z.B. von der Helligkeit und den Details des Motivs abhängt, bei einem Panorama sind es z.B. ca. 12.000 Nägel und etwas über 2000 m Faden.

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